Anhang
Anhang A. Kurzübersicht
Die sieben Klassen
| Zeichen | gesprochen | Region | Konsonanten |
|---|---|---|---|
| Φ | Phi | die Lippen | p, b, f, v, w, pf |
| Θ | Theta | die Zähne | t, d, das englische th |
| Χ | Chi | hinten | k, g, ck, ch (Nacht, ich), h am Silbenanfang, das spanische j |
| Σ | Sigma | das Zischen | s, z, sch, tsch |
| Λ | Lambda | das Fließende | l, r |
| Ϻ | San | das geschlossene Summen | m |
| Ξ | Xi | das offene Summen | n, ng, das spanische ñ |
Grenzfall: das j von ja, das englische y von yes, das spanische ll und y. Man schreibt sie in Klammern und zwingt sie in keine Klasse.
Wie man einen Code gewinnt, in drei Schritten
- Wurzel. Nimm Endungen und Vorsilben weg: -en, -e, -s, -ung, -heit, -keit, -lich, be-, ge-, ver-, un-…
- Skelett. Schreib die Konsonanten der Wurzel so auf, wie sie klingen, in ihrer Reihenfolge.
- Klassen. Ersetze jeden Konsonanten durch sein Zeichen.
Die Lautregeln (deutsche Standardaussprache)
- Der Klang zählt, nicht der Buchstabe. Grundlage ist die Standardaussprache, wie sie im Norden und in der Mitte Deutschlands gesprochen wird.
- h am Silbenanfang klingt und ist Χ (Haus h·s, Hund h·n·t). Nach einem Vokal ist es stumm und dehnt nur (Zahn z·n).
- ch (in Nacht wie in ich) → Χ. Das -ig am Wortende (König) → Χ, ob man es wie ich oder, wie im Süden, mit k spricht. k, ck, g → Χ.
- Auslautverhärtung: Am Wortende klingt Tag mit k, Hund und Lid mit t. Die Klasse ändert sich nicht (d/t = Θ, g/k = Χ, b/p = Φ).
- sch → Σ. s vor einem Vokal klingt stimmhaft (wie in Sonne) → Σ. sp- und st- am Wortanfang klingen schp, scht (Stein sch·t·n).
- z klingt ts: Man liest es nach seinem Ziel → Σ (Zahn z·n). pf ist von Anfang bis Ende mit den Lippen gebildet → Φ (Pfeffer pf·f).
- w klingt wie v in Vase, v meist wie f: beide → Φ (Wasser w·s, Vater f·t).
- r am Silbenanfang oder nach einem Konsonanten (Rad, Brot) → Λ. Nach einem Vokal (Vater, Mutter, mehr, Erde) wird es in der Standardaussprache zu einem Vokal und zählt nicht (Vater f·t). In Bayern, Österreich und der Schweiz wird es gesprochen und zählt (Λ): Vater f·t·r. Dein Skelett hängt von deinem Akzent ab.
- ng → Ξ. j (ja) → Grenzfall.
- Die Doppellaute ei, au, eu sind Vokale. Der Knacklaut vor einem Vokal zählt nicht. Doppelte Konsonanten zählen einmal.
Englisch zum Vergleich: th → Θ (think ist nicht sink). Das englische w (mit gerundeten Lippen) → Φ, wie dein w. Keine Auslautverhärtung: dog endet mit g, nicht mit k. Stumme Buchstaben zählen nicht: Das k von know und knife klingt nicht (das von deinem Knie schon). Das r nach einem Vokal hängt vom Akzent ab: In den USA zählt es (mother m·th·r), in weiten Teilen Englands nicht (mother m·th).
Spanisch zum Vergleich: Das h ist stumm. j und g vor e oder i → Χ. c vor e oder i und z klingen in Lateinamerika s (Σ), in den meisten Gegenden Spaniens wie englisches th (Θ). qu → k → Χ. rr → ein einziges Λ. ch → Σ. ñ → Ξ. ll und y → Grenzfall. Das i und das u in Doppellauten (tierra, rueda) sind Vokale und zählen nicht.
Schreibweise
| man schreibt | das heißt |
|---|---|
| p · d · r | ein Skelett: echte Konsonanten |
| Φ · Θ · Λ | ein Code: Klassen, in ihrer Reihenfolge |
| {Φ, Θ, Λ} | ein Kern: dieselben Klassen, ohne Reihenfolge |
| *tréyes | ein rekonstruiertes Wort, das in keinem Dokument geschrieben steht |
Sechs Fragen, bevor du einer Verbindung glaubst
- Habe ich es in einem etymologischen Wörterbuch nachgeprüft?
- Ist es dieselbe Sprachfamilie?
- Zähle ich Klassen zusammen?
- Habe ich die Wörter mitgezählt, die nicht passen?
- Sage ich es als Fund oder als Lesart?
- Hält es jemandem stand, der nicht so denkt wie ich?